Geologenhammer für Kinder

Um Kindern ihr Interesse für die Geologie, Steine und Fossilien zu wecken und aufrecht zu halten, muss man mit ihnen ins Gelände gehen. Die Lust auf Lesesteine aufsammeln vergeht schnell, wenn sie die Erwachsenen an ehemaligen Steinbrüchen und Felswänden hämmern sehen. Doch genau hier erreicht man ihre Grenzen. Für einen kleinen Menschen einen schweren ~1.000g Hammer durch die Luft wirbeln ist nicht drin. Stattdessen mit einem kindgerecheten Hammer an der Felswand braucht man es auch nicht versuchen,- man wird nicht glücklich.

Man kann aber etwas differenziert an die Sache herangehen. Sehr attraktiv in der Geologie ist für Kinder das Feld der Paläontologie: Fossilien suchen, ausgraben und sammeln. Zudem, Fossilien liegen in Sedimenten, gerne in Tonsteinen, Schiefertone oder Kalksteinen. Das Gestein ist weich, einfach zu bearbeiten, teils gut spaltbar.

Als Kinderhammer sehe ich die Geologenhammer mit geringerem Kopfgewicht von 300g bis 450g mit Schneide, also die kleineren Schurfhammer für weiche Sedimentgesteine als ideal an. Auch hier macht man mit den Fabrikaten Estwing oder Picard nichts falsch. Schließlich sind diese kleinen Hammer in Herstellung, Aussehen und Gebrauch das 1:1 Gegenstück der großen Brüder. Bei dem geringeren Gewicht muss der Hammer nicht zwingend an einem Stück geschmiedet sein, vorausgesetzt die Verbindung zwischen Kopf und Stiel ist qualifiziert. Zwei taugliche Hämmer werden bei amazon.de* angeboten:


Picard mit Schneide
ca. 300g Kopfgewicht

Estwing mit Schneide
ca. 450g Kopfgewicht

 

Sicherheit
Einen Aspekt, der mir wichtig ist; der Geologenhammer, auch mit geringerem Gewicht für Kinder, ist kein Spielzeig. Wenn Studenten und erwachsene Menschen mit ihren Hämmer jonglieren oder sie sich aus 10 Metern zuwerfen ist das eine Sache,- wenn auch eine Bekloppte. Wenn man aber die Verantwortung nicht nur für sich, sondern auch für das Kind trägt, ist es wieder eine andere: Kinder daher bitte nur unter Aufsicht hämmern lassen. Gleiches gilt für das Herumklettern in ungesicherten Steinbrüchen, gar ohne geländetauglichen Schuhwerk. Last but not least empfehle ich das Tragen einer Schutzbrille, wenn die Erfahrung beim Hämmern fehlt. Gesteinssplitter können schnell ins Auge gehen.

 

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