Exkremente von Bergsteiger

See

Zusammenfassung:
Klimaerwärmung und das Schmelzen von Gletscher fördern Tonnen an Urin und Kot zutage, die Bergsteiger über die Jahrzehnten im Eis hinterließen.

Foto links: geschmolzener Gletscher und See.

Bis Mitte des 20. Jhd wurde das Besteigen von 6000er, 7000er oder gar 8000er nur von Abenteurer und Profis durchgeführt. Manchmal wurde von den jeweiligen Regierungen ein Besteigen von Amateuren nicht mal gestattet.

Bergsteigen wurde mehr und mehr zu einem Trend, zu einem Lifestyle. Und wie man es auch bei den einfachen Wanderrouten bemerkt, wenn sie bekannter werden. Das Müllaufkommen steigt mit der Popularität der Etappen. Umso erfreulicher sind die Maßnahmen, die ergriffen werden, um das einzudämmen. Am Mount Everest werden die Bergsteiger verpflichtet, wenige Kilogramm an Müll wieder ins Basislager zurückzubringen. Und auch für Kot und Urin gibt es seit ein paar Jahren speziell entwickelte Behältnisse zum Sammeln. Sogenannte ‘Clean Mountain Cans’.

Letzteres nutze ich als Überleitung, was ich eigentlich schreiben wollte. Die Gletscher schmelzen. In den Alpen, wie am Mount Everest oder in Alaska. Die Bergsteiger hinterließen und konservierten ihre Notdurft früher im Eis. Durch die Massen über die Jahre hinweg ist das leider kein Problem mehr, das man weglächeln könnte: Bereits heute sind die Verunreinigungen durch das Schmelzen im Gletscherwasser nicht nur meßbar. Es häufen sich z.B. in Alaska die Magen- und Darmprobleme bei den Bergsteigern, die das früher so reine Wasser nutzen. In den nächsten Jahren rechnet man gar mit Auswirkungen im Trinkwasser bei den nieder gelegenen Camps.

Touristische Erschließung von Routen und ‘Gletschersterben’ hat eben nicht nur die altbekannten Auswirkungen. Wie zum Beispiel erhöhtes Müllaufkommen und Lawinen oder Bergstürze. Sondern auch Verunreinigungen des Wassers in einer Art und Weise, welche man sich zuerst nicht vorstellen wollte.

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